Mutterschutzlohn

Mutterschutzlohn | Grundlagen

Um der Schwangeren jeden wirtschaftlichen Anreiz zu nehmen, während eines Beschäftigungsverbots außerhalb der generellen Schutzfristen zu arbeiten, erhält sie Mutterschutzlohn. Obwohl es sich eigentlich um eine soziale Verpflichtung im Interesse des durch des Grundgesetz zum Schutz der Mutter und des ungeborenen bzw. jungen Lebens verpflichteten Staats handelt, trifft die Pflicht zur Zahlung allein den jeweiligen Arbeitgeber, für den dies mitunter eine erhebliche Belastung darstellen kann.

Mutterschutzlohn | Kausalität

Inhaltlich knüpft der Mutterschutzlohn an ein Beschäftigungsverbot außerhalb der generellen Schutzfristen an. Er greift also ein bei einem Beschäftigungsverbot wegen allgemeiner Gefährdung, wegen eines ärztlichen Attestes oder auch wegen Nachtarbeit, Mehrarbeit oder Sonn- und Feiertagsarbeit. Dort muss wegen des Beschäftigungsverbots ein Arbeitsausfall eintreten. Dafür reicht schon eine Verdienstreduzierung wegen Umsetzung der Schwangeren oder der Wechsel der Lohnart weg vom Akkord.

Tritt ein Lohnverlust dagegen auch aus anderen Gründen (z. B. Urlaub, unberechtigte Leistungsverweigerung nach einer Umsetzung, Beteiligung an Streik) ein, entfällt der Rechtsgrund für den Mutterschutzlohn.

Mutterschutzlohn | Durschnittsverdienst

Der Höhe nach berechnet sich der Mutterschutzlohn aus dem Durchschnitt der letzten drei abgerechneten Monate vor dem Schwangerschaftseintritt. Erfolgte der Arbeitsbeginn erst später, gelten die ersten drei Monate nach Beschäftigungsbeginn. Werden keine drei Monate erreicht, ist der kürzere Zeitraum heranzuziehen.

Einzuberechnen sind dann alle regelmäßigen festen Bezüge, also Grundgehalt, Prämien und Provisionen, die im Bezugszeitraum entstanden sind sowie Zuschläge für Mehrarbeit. Sachbezüge wie Deputat und Dienstwagen sind weiter zu gewähren.

Dagegen bleiben Aufwandsentschädigungen und einmalige Zuwendungen, die nur zufällig in den Zeitraum fallen (Jubiläumsgeld), unberücksichtigt.

Klagefrist 3 Wochen

Kleppingstr. 20

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