Kündigung | Fristen

Kündigung | Fristberechnung

An den Zugang knüpft weiterhin die Berechnung der Kündigungsfristen an. Dafür wiederum ist es entscheidend, ob eine "ordentliche" oder eine "außerordentliche" Kündigung erklärt wird.

Die ordentliche Kündigung beendet das Arbeitsverhältnis mit Ablauf der Kündigungsfrist, die sich aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder dem Gesetz ableitet. Das Arbeitsverhältnis wird also wie z. B. ein Mietvertrag bis zum Beendigungszeitpunkt fortgesetzt.

Demgegenüber beendet die außerordentliche Kündigung das Arbeitsverhältnis sofort, also fristlos. Der Tag des Zugangs ist der letzte Arbeitstag; der folgende Tag ist der erste Tag der Arbeitslosigkeit.

Grundsätzlich sollte in der Kündigung klargestellt werden, ob eine ordentliche oder außerordentliche Kündigung gewollt ist. Als Willenserklärung ist die Kündigung jedoch auszulegen oder umzudeuten. Deshalb spielen bei Unklarheiten auch die Umstände eine Rolle, so dass bei Ausspruch einer außerordentlichen Kündigung häufig angenommen wird, in ihr liege zugleich eine ordentliche Kündigung.

Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben bei Ausspruch einer ordentlichen Kündigung unterschiedliche Kündigungsfristen zu beachten.

Kündigungsfrist | Gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitnehmer

Die Kündigung durch einen Arbeitnehmer erfolgt grundsätzlich unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen zum 15. oder Monatsletzten.

Kündigungsfrist | Gesetzliche Kündigungsfrist für Arbeitgeber

Demgegenüber verlängert sich die vom Arbeitgeber zu beachtende Kündigungsfrist nach zweijähriger Betriebszugehörigkeit des Arbeitnehmers auf einen Monat zum Monatsende. Anschließend erhöht sich die Frist nach fünfjähriger, achtjähriger, zehnjähriger, zwölfjähriger, fünfzehnjähriger und zwanzigjähriger Betriebszugehörigkeit um jeweils einen Monat, so dass schließlich eine Frist von sieben Monaten zum Monatsende besteht.

Kündigungsfrist | Angleichung durch Vereinbarung

In Verträgen und Tarifverträgen finden sich zulässiger Weise allerdings häufig Angleichungen der Kündigungsfristen des Arbeitnehmers an jene des Arbeitgebers. Möglich ist es auch, dass im geltenden Tarifvertrag eine kürzere als die gesetzliche Frist vereinbart wird.

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