Kosten

Preis und Leistung

Der Besuch bei einem Rechtsanwalt gilt allgemein als teuer. Ich stelle Ihnen daher meinen "Preis" und die möglichen finanziellen Risiken der Inanspruchnahme anwaltlicher Hilfe vor.

Er geht aus von der Tatsache, dass ich Ihnen hochwertige Beratungsleistungen erbringe. Mein unternehmerisches Denken stellt also darauf ab, dieser Dienstleistung ein angemessenes Entgelt gegenüberzustellen.

Dagegen steht - nachvollziehbar - Ihr Interesse an geringen Kosten. Diesen Gegensatz in Einklang zu bringen, ist zuweilen nicht einfach.

Dennoch bin ich stets bemüht, meine Dienstleistung zu einem vernünftigen Preis anzubieten. Auch wenn Qualität ihren Preis hat, muss gute anwaltliche Beratung nicht unerschwinglich sein. Die anfallenden Kosten habe ich im Folgenden für Sie zusammengestellt:

Erstberatung und außergerichtliche Beratung

Bis zum 01.07.2006 regelte das RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) exakt, welches Honorar ein Rechtsanwalt für die Erstberatung bzw. die außergerichtliche Beratung abrechnen konnte. Diese Vorschriften sind aber ersatzlos weggefallen, so dass jeder Rechtsanwalt heute "seinen" Preis bilden muss. Zudem soll für die Beratungstätigkeit eine Vergütungsvereinbarung mit dem Auftraggeber getroffen werden.

Ich halte entsprechende Vereinbarungen vor, die vor Beginn des Beratungsgesprächs im Rahmen einer Preisverhandlung thematisiert und unterzeichnet werden können. Allerdings zeigt die tägliche Praxis, dass viele Mandanten auf die maßvolle Abrechnung durch ihren Rechtsanwalt vertrauen. Sie verzichten bewußt auf ein Preisgespräch und/oder auf eine schriftliche Vereinbarung über Umfang der Tätigkeit und Höhe der Vergütung.

Das führt keineswegs dazu, dass der Rechtsanwalt überhaupt keine Vergütung verlangen kann. Vielmehr darf er dann nur die (markt-)übliche Vergütung abrechnen. Sie wiederum wird heutzutage durch verschiedene Institute im Wege der repräsentativen Befragung ermittelt. So hat das renommierte Soldan-Institut die bundesweiten Durchschnittsvergütungen im Jahre 2009 zwischen 110,- und 260,- € netto pro Stunde ermittelt und daraus einen Durchschnittswert von 182,- € netto pro Stunde berechnet (Quelle: Anwaltsblatt 2006, 473). Er entspricht auch weitestgehend den Dortmunder Verhältnissen.

Ich selbst orientiere mich bei der Höhe der Vergütung an verschiedenen Faktoren. So ist eine bloße Erstberatung gelegentlich weniger intensiv und umfassend als eine fortlaufende Beratung, so dass ich dann auch ein niedrigeren Ansatz wählen kann. Eine höhere Spezialisierung ist dagegen eher ein Indiz für einen höheren Preis, um ein angemessenes Verhältnis zwischen meiner Leistung und dem Preis herzustellen. Die Bedeutung der Angelegenheit für den Mandanten, seine persönliche und wirtschaftliche Situation und auch die Möglichkeit, den Rechnungsbetrag steuermindernd geltend machen zu können, beeinflussen die Preisbildung ebenfalls in der einen oder anderen Richtung. Schließlich lasse ich auch mein konkretes Haftungsrisiko in die Preisbildung einfließen.

Letztlich bin ich als Rechtsanwalt aber auch Unternehmer. Ich kann also nicht rein altruistisch tätig sein, sondern bin betriebswirtschaftlichen Zwängen unterworfen. Meinen Preis bilde ich daher regelmäßig aus einer Preisspanne zwischen 80,- und 210,- € netto pro Stunde (95,20 € bis 249,90 € brutto). Hieraus ermittelt sich ein Durchschnittswert von 145,- € netto (172,55 € brutto), von dem ich nach den vorbeschriebenen Maßstäben Abzüge oder Zuschläge vornehme.

Dabei rechne ich in der Regel minutengenau und nicht nach Stundenpauschalen oder Arbeitswerten (etwa alle angefangenen 15 min.) ab. Im Übrigen achte ich stets auf die Einhaltung der gesetzlichen Schwellenwerte, wonach ich ohne schriftliche Vereinbarung von einem Verbraucher höchstens 190,- € netto (226,10 € brutto) für eine Erstberatung und 250,- € netto (297,50 € brutto) für eine Beratung verlangen darf.

Selbstverständlich kann ich Ihnen auf Wunsch auch gerne eine Leistungsübersicht zukommen lassen, aus der Sie exakt ablesen können, wann genau ich welche Tätigkeiten für Sie entfaltet habe.

Gebühren bei (außer-)gerichtlicher Tätigkeit

Übe ich für Sie eine Tätigkeit aus, die sich nicht auf eine (Erst-)Beratung beschränkt, sondern auf die gerichtliche oder außergerichtliche Wahrnehmung Ihrer Rechte gegenüber anderen gerichtet ist, rechne ich nach den Vergütungstatbeständen des RVG (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz) ab. Die hierbei entstehenden Gebühren sind regelmäßig streitwertabhängig.

Nutzen Sie den RVG-Vergütungsrechner, wenn Sie sich einen Überblick über die anfallende Rechtsanwaltsvergütung verschaffen wollen.

Kostenübernahme durch Rechtsschutzversicherung

Wenn Sie sich durch eine Rechtsschutzversicherung gegen die Gefahren eines Rechtsstreits absichern oder Sie sich einfach informieren wollen, wie "Ihre" Rechtsschutzversicherung im Ernstfall reagiert, empfehle ich Ihnen die Lektüre der Vergleichsergebnisse der Stiftung Warentest und die praktischen Erfahrungen von Rechtsanwälten im Umgang mit der von Ihnen favorisierten Rechtsschutzversicherung.

Ansonsten übe ich meinen Beruf ohne Unterscheidung danach aus, ob Sie selbst als Auftraggeber das Vergütungsrisiko tragen oder ob Vergütung und Kosten durch eine Rechtsschutzversicherung übernommen werden. Mandanten mit Rechtsschutzversicherung haben aber häufig die Erwartung, dass deswegen jegliche Tätigkeit des Rechtsanwalts kostenlos ist. Sie sollten beachten, dass schon mit der Erteilung der Information nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) ein Vergütungsanspruch ausgelöst wird. Ungeachtet der Existenz einer Rechtsschutzversicherung bleiben Sie als mein Auftraggeber verpflichtet, meine Vergütung zu bezahlen. Dies gilt unabhängig davon, ob und in welcher Höhe (etwa wegen einer vereinbarten Selbstbeteiligung) Ihre Versicherung Vergütungsbestandteile erstattet. So übernehmen einige Versicherer z.B. keine Fahrtkosten und Abwesenheitsgelder für Reisen (z.B. zum auswärtigen Gericht).

Beauftragen Sie mich mit der Wahrung Ihrer Rechte gegenüber Ihrer Rechtsschutzversicherung, stehen mir hierfür gesonderte Gebühren zu, die in keinem Falle von der Rechtsschutzversicherung getragen werden. Das anwaltliche Berufsrecht verbietet es mir, im Vorfeld auf diese Vergütung zu verzichten (§ 49 b BRAO).

Ungeachtet dessen gibt es bei bestehender Rechtsschutzversicherung drei Wege der Zusammenarbeit:

1. Liegt Ihnen bereits eine telefonische oder schriftliche Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung vor, so vereinbaren Sie einen Besprechungstermin. Alternativ senden Sie mir einfach per Mail oder Fax die Unterlagen zu Ihrem Schadenfall. In arbeitsrechtlichen Streitigkeiten sind dafür - soweit vorhanden - Arbeitsvertrag, aktuelle Gehaltsabrechnung sowie Kündigung, Abmahnung oder sonstiger streitgegenständlicher Schriftverkehr erforderlich. Hilfreich ist auch eine schriftliche Zusammenfassung des Falles unter Angabe der wesentlichen Daten und Ereignisse. Vergessen Sie nicht die Angabe Ihrer Rechtsschutzversicherung nebst Versicherungsnummer und Schadennummer.

Ich prüfe die Unterlagen in der Regel innerhalb von 48 Stunden und beginne mit der Bearbeitung der Angelegenheit bzw. vereinbare mit Ihnen einen Termin für eine persönliche Besprechung.

2. Sollten Sie noch keine Deckungszusage haben, übernehme ich die Deckungsanfrage als kostenlosen Service für Sie. Dazu ist kein vorheriger Telefonanruf oder Termin in der Kanzlei erforderlich! Schicken Sie mir einfach per Mail oder Fax die Unterlagen zu Ihrem Schadenfall. In arbeitsrechtlichen Streitigkeiten sind dafür - soweit vorhanden - Arbeitsvertrag, aktuelle Gehaltsabrechnung sowie Kündigung, Abmahnung oder sonstiger streitgegenständlicher Schriftverkehr erforderlich. Hilfreich ist auch eine schriftliche Zusammenfassung des Falles unter Angabe der wesentlichen Daten und Ereignisse. Vergessen Sie nicht die Angabe Ihrer Rechtsschutzversicherung und Versicherungsnummer.

Ich leite die Unterlagen in der Regel innerhalb von 48 Stunden unter Nutzung einer besonderen Schnittstelle oder per Fax an Ihre Rechtsschutzversicherung weiter und kläre die Frage der Deckung. Sobald die Kostenzusage vorliegt, vereinbare ich mit Ihnen einen Termin für eine persönliche Beratung. Bis dahin dauert es je nach den Umständen ca. 5 - 10 Tage.

Dies erfolgt ohne Prüfung Ihres Versicherungsvertrages, weil ein Auftrag zur Wahrung Ihrer Rechte aus der Rechtsschutzversicherung gesonderte Gebühren auslösen würde, die in keinem Falle von der Rechtsschutzversicherung getragen werden.

Wird wider Erwarten die Kostenübernahme abgelehnt, überlasse ich Ihnen eine Erläuterung Ihrer Versicherung. Es liegt dann in Ihrer Hand, mich trotzdem zu beauftragen. Ohne eine gesonderte, eindeutige Mandatserteilung würde ich sonst keine Tätigkeiten in der Sache entfalten.

Halten Sie die Ablehnung für falsch, stehe ich Ihnen im Rahmen eines - dann allerdings kostenpflichtigen - gesonderten Mandats gegen Ihre Versicherung gerne zur Verfügung.

3. Sie vereinbaren einen Besprechungstermin unabhängig von einer etwaigen Kostenzusage der Rechtsschutzversicherung.

Beratungshilfe bzw. Prozeßkostenhilfe

Die Erbringung von anwaltlichen Dienstleistungen im Rahmen der Beratungs- bzw. Prozeßkostenhilfe ist für mich sowohl Berufspflicht als auch Beitrag zum sozialen Rechtsstaat, um Menschen mit geringem Einkommen den Zugang zum Recht zu bewahren.

Um Ihnen insoweit behilflich zu sein, stelle ich Ihnen die erforderlichen Formulare zur Beantragung der Beratungs- bzw. Prozeßkostenhilfe zur Verfügung. Zudem können Sie mit einem Prozeßkostenhilferechner unmittelbar prüfen, ob bei Ihnen die erforderliche Bedürftigkeit vorliegt, um solche Unterstützungsleistungen beziehen zu können. Das setzt aber voraus, dass Sie mir bereits vor Auftragserteilung offenbaren, dass Sie aufgrund Ihres Einkommens bzw. Vermögens nicht in der Lage sind, die voraussichtlich entstehenden Anwaltsgebühren selbst zu tragen.

Beachten Sie aber bei der Beratungshilfe Folgendes:

Leider kommt es nicht selten vor, dass die für die Entscheidung über einen Beratungshilfeantrag zuständigen Amtsgerichte die Bewilligung der Beratungshilfe nach erfolgter Beratung ablehnen, weil vor der Beratung kein Beratungshilfeschein beantragt worden ist. Die Ablehnung wird dann z. B. damit begründet, dass

- die erforderlichen Unterlagen nicht vorliegen oder
- die Angaben des Beratungshilfeberechtigten unvollständig oder unschlüssig sind oder
- meine Einschaltung nach Auffassung des Gerichts nicht erforderlich war, weil beispielsweise ein hinreichend vermögender Bürger anwaltliche Hilfe nicht oder zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Anspruch genommen hätte.

Sind Sie dann nicht bereit oder in der Lage, meine Rechtsanwaltsvergütung zu begleichen, erfolgte die Beratung durch mich auf meine Kosten, also ohne Vergütung für meine Tätigkeit.

Insoweit haben Sie sicher Verständnis dafür, dass ich Beratungen im Rahmen der Beratungshilfe nur dann vornehme, wenn Sie zum Beratungstermin einen Beratungshilfeschein mitbringen und unaufgefordert vorlegen. Diesen erhalten Sie, indem Sie das Formular zur Beantragung der Beratungshilfe ausdrucken, vervollständigen, unterzeichnen und mit Belegen versehen persönlich beim Amtsgericht vorlegen und dem dortigen Rechtspfleger kurz den Sachverhalt schildern, um den es geht.

Lassen Sie sich vom Rechtspfleger nicht mit den Worten abwimmeln, den Antrag könne der Rechtsanwalt später noch schriftlich stellen. Sie werden dann keine Rechtsberatung durch mich erhalten, weil - wie gesagt - Beratungshilfe ohne Vorliegen des Beratungsscheins auf mein Risiko erfolgt.

Sind Sie im Besitz eines Beratungsscheins? Dann nehmen Sie Kontakt zu mir auf und vereinbaren einen Besprechungstermin.

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Mein Tipp

Informieren Sie sich ungezwungen über die Kosten der Anwaltstätigkeit.

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Wählen Sie im Kontaktbereich, ob Sie per Telefon bzw. E-Mail Kontakt aufnehmen oder ob Sie sich mit dem Rückruf-Service einfach und bequem zurückrufen lassen. Fassen Sie zur Vorbereitung des Gesprächs die wichtigsten Informationen mit der Checkliste im Kündigungsfall zusammen.

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